OSX: Website blocken

Wer kennt das nicht: Man surft und scrollt durchs Netz und irgendwann wird einem ein gekürzter BILD-Link untergejubelt. Das Problem bei gekürzten BILD-Links: Man kann nicht genau sehen, welche Seite man aufruft und wenn man dann auf der entsprechenden Seite landet, ärgert man sich. Egal ob es nun ein Kommentar von diesem kranken Wagner ist, die BILD wieder aus jeder Tragödie zwanghaft Profit machen möchte, auf Privatsphäre scheißt, die Würde des Menschen antastet oder einfach wieder mit dümmlichen Stammtisch-Parolen hetzt: Gründe zum Ärgern gibt es genug, und damit gibt es auch genug Gründe, eine Seite zu blockieren. Damit das harmonische Surfen nie wieder mit einem versehentlichen Besuch auf der Seite dieses Hetzblattes endet, zeige ich euch nun, wie man eine Website mit OSX blockieren kann.

hosts

Fast kürzer als die Einleitung, die ich mir leider nicht verkneifen konnte, ist dieser Praxistipp:

Startet das Terminal und öffnet darüber die Host-Datei mit dem Terminal-Editor Nano oder VIM. In unserem Beispiel öffnen wir die Datei als Admin mit Nano:

sudo nano /etc/hosts

Eine Datei mit ein paar IP-Adressen wird geöffnet, die ihr bearbeiten könnt. Tragt dazu einfach eure eigene IP-Adresse und die URL eurer Hass-Seite getrennt mit einem Tab ein unter die bereits vorhandenen IP-Adressen und Hosts ein. Wenn ihr Subdomains blocken wollt, müsst ihr diese auch eintragen.

127.0.0.1		bild.de
127.0.0.1 		www.bild.de

Mit ctrl + x könnt ihr den Editor verlassen und den Speicherdialog mit Y, also “yes” und einem Enter beenden. Die eingetragenen Seiten sollten nun geblockt werden. Ist dies nicht der Fall, könnt ihr den DNS-Cache mit folgendem Terminal-Befehl leeren:

dscacheutil -flushcache

Richtig geblockt werden die eingetragenen Seiten eigentlich nicht. Die Host-Datei teilt einem Host-Namen, in diesem Fall “bild.de”, eine IP zu. 127.0.0.1 ist die IP des eigenen Rechners. Geht man also künftig auf bild.de, wird man auf seine eigene IP weitergeleitet. Spaßeshalber kann man auch die IP von Google, also 173.194.112.127, eingeben. Beim Aufruf von bild.de wird man dann zu Google weitergeleitet.

4 Kommentare
  1. Korrekterweise sollte man noch dazu sagen, dass dies genauso mit jedem anderen UNIX-System genauso funktionieren sollte. Zumindest mit Linux funktioniert es auf die gleiche Weise. ;-)

    Antworten
    28. März 2015, 14:39
    • Da hast du recht. Danke für die Ergänzung.

      Antworten
      28. März 2015, 16:11
  2. Typisch dass ich, Chris Köcher, hier meinen Linux-Senf dazugeben muss.

    Antworten
    Average Chris Köcher
    29. März 2015, 0:07
  3. Gibt es da auch einen Windows Workaround?

    Antworten
    Peter
    22. April 2015, 21:33

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